Artikel drucken

Aufbau der Lebensmittelüberwachung in Deutschland

Derzeit ist die Lebensmittelüberwachung in Deutschland in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich geregelt. Die Zuständigkeit liegt je nach Bundesland bei verschiedenen Ministerien.

Aufgrund dieser unterschiedlichen Aufgabengewichtung der Länder ist es sehr schwierig, eine einheitliche Lebensmittelüberwachung zu regeln.

Folgende Berufsgruppen sind in der Lebensmittelüberwachung tätig:

Derzeit sind ca. 2.300 Lebensmittelkontrolleure in Deutschland tätig. Hiervon sind 1.800 Lebensmittelkontrolleure im Bundesverband der Lebensmittelkontrolleure e.V. organisiert.

Ausbildung

Die Ausbildung erfolgt gemäß der Lebensmittelkontrolleurverodnung vom 17.08.2001. Diese wurde an die neuen Herausforderungen in der Lebensmittelüberwachung angepasst, da das Anforderungsprofil an die Lebensmittelkontrolleure sich immer weiter erhöht hat.

Hauptaufgabe in der Lebensmittelüberwachung ist derzeit die Überprüfung der Qualitätssicherung in den Betrieben, die Beratung der Gewerbetreibenden, sowie der Verbraucherschutz im allgemeinen. Im Moment ist das Arbeitsfeld sehr umfangreich und zeitaufwendig, weshalb zu befürchten steht, dass eine "gute" Lebensmittelüberwachung mit dem derzeitigen Personal- und Ausbildungsstand zukünftig nicht mehr zu bewältigen ist. Dies zeigen auch aktuelle "Risikolagen", wie der BSE-Skandal, bei dessen extremen Arbeitsaufwand das "normale" Dienstgeschäft zu kurz kam.

Tätigkeitsfeld:


Derzeit müssen bei den Kontrolleuren Kenntnisse in mehr als 600 Rechtsnormen im Lebensmittelrecht (EU-Recht, Bundesrecht, Landesrecht, Verfahrensanweisungen, Leitsätze einzelner Lebensmittel) vorhanden sein, hierzu kommen Straf- und Verfahrensrecht, allgemeines Verwaltungsrecht und vieles mehr.

Einstellungsvorrausetzungen sind ein Meisterbrief, eine Technikerausbildung bzw. ein Fachhochschulstudium, dazu eine 24- monatige fachspezifische Ausbildung zum Lebensmittelkontrolleur.

Allgemeine Probleme in der Lebensmittelüberwachung:



Fazit:

Der Landesverband fordert: